Black Stone Cherry - Magic Mountain

6 Saiten Spielwiese (6/12)

Deutlich schwächer als die Vorgänger kommt Magic Mountain daher. Während Gitarre und Schlagzeug genügend Platz zum austoben und ausprobieren bekommen, leidet der Gesang und der Text etwas darunter.

Die weiche klare Stimme von Chris Robertson, zeichnete den klassischen leicht härteren Klang der vierköpfigen Band aus. Bei Magic Mountain findet man immer wieder Hall auf der Stimme, auch dumpfe Backgroundgesänge zerstören das Klangbild ein wenig.

Das Beckenlastige Schlagzeug bleibt jedoch erhalten und wird durch weitere Percussion Instrumente gebührend unterstützt. Der übergang vom Opener zum zweiten Song ist herausragend!

Die Gitarren von Ben Wells und Robertson bekommen genügend Aufmerksamkeit, probieren sich in verschiedenen Verzerrungen und Variationen aus. Es fehlt jedoch die wieder erkennbare Schiene. Ab und an überrascht ein Rhythmuswechsel wie in „Holding On… To Letting Go“. Hervorzuheben ist auch der instrumentelle Part in „Magic Mountain“ – unabsehbar, etwas breiig und doch kraftvoll spielen hierbei die Instrumente mal auf Augenhöhe und stellen sich nicht gegenseitig in den Schatten.

Black Stone Cherry versuchen Ohrwürmer zu produzieren, auf kurz oder lang mag das immer wieder gelingen, jedoch geht der individuelle Sound aus Rootsrock, Rock, Hard Rock dadurch etwas verloren, und man kann sie mit Nickelback in einen Satz stecken.

Obwohl das Album vorn stärker einläutet und nach hinten immer wieder schwächen zeigt, findet sich in „Blow My Mind“ ein wenig Black Stone Cherry Charakter wieder – auch wenn die Musik erwachsener und abgeklärter wirkt ist das Solo eindeutig ein Schmankerl, für das sich die Minuten 2 lohnen. Hohe schnarrende Gitarren bespielen eine solide auf abschlaggespielte Rhythmusgitarre und gehen schließlich im Schlagzeug auf.

Für die Ladys gibt’s natürlich auch was, bei „Sometimes“ schmelzen Herzen und Ohren dahin! Die Stimme kommt endlich wieder sehr clean daher und trägt Gefühl, während der Hintergrund von einer Akustikgitarre, langen leichten Tönen einer E-Gitarre und dem klappern verschiedener Percussion Instrumente ausgefüllt wird.

Anspieltipp

Peace Pipe



Tracklist:

1) Holding On... To Letting Go: 9/12

2) Peace Pipe: 6/12

3) Bad Luck & Hard Love: 5/12

4) Me And Mary Jane: 7/12

5) Runaway: 4/12

6) Magic Mountain: 7/12

7) Never Surrender: 4/12

8) Blow My Mind: 10/12

9) Sometimes: 9/12

10) Fiesta Del Fuego: 6/12

11) Dance Girl: 8/12

12) Hollywood In Kenutcky: 5/12

13) Remember Me: 5/12