Bullet for my Valentine - Venom

Das Gift hat man gern im Körper! (10/12)

V als Opener ist wirklich perfekt. Jede Sekunde und der übergang zu No Way Out sitzen einfach. Es geht auf richtig hohem Niveau los. Treibendes Schlagzeug, mehrere Gesangsspuren, clean und shout. Und man ist direkt gepackt und gespannt was der nächste Song zu bieten hat. Wer bei Army of Noise noch stillhalten kann, dem entgehen die unglaublich dynamischen Gitarren, die in filigranen aber schnelllebigen Soli zeigen was alles möglich ist. Der Refrain ist zudem im absoluten Mitsingcharme, ohne Radiotauglich zu werden. You Want a Battle (Here’s a War) ist am Anfang und am Ende eine absolute Granate. Die Mitten des Songs können nicht ganz mit den wechselnden Rhythmen mithalten. Sie kommen auch nicht gegen die Spannung zwischen Gitarre (nahezu filigran, langsam und melodisch) und der starken, treibenden Schlagzeug Bass Kombination an.

Zwischen diesen starken Stücken gehen sehr gute Lieder wie Worthless, The Harder the Heart (the Harder it breaks) oder Run for Your Life fast ein wenig unter. Oder werden musikalisch einfach von Brettern wie Skin oder Pariah an die Wand gespielt. Wirklich schwache Lieder beherbergt das Album nicht. Allerdings erwartet man von Venom mit Verlauf des Albums als Titellied etwas zu viel. Skin lebt von dem wunderschönen Text und dem Solo. Das Schlagzeug nimmt dem ganzen Gefühlskram den Balladencharakter. Das Lied wird mit Publikum sicher unglaublich gut funktionieren. Nachdem Matthew Tuck in Hell or High Water den dynamischen Part übernimmt. Folgt mit Pariah ein Gesamtkunstwerk. Der Gesang auf Schlagzeugbecken und die Kraft die in dem Lied stecken reißen jeden Fokus auf sich. Mit einsetzten des Solos muss man sich fast die Freudentränen verkneifen, weil dieses Lied unglaublich viel Spaß macht. In Loving Memory – Demo Version geht ebenfalls gut ins Blut und wirkt von Gefühlen getragen, allerdings bleibt es kraftvoll und durchdringend.

Eine riesige überraschung ist Raising Hell nach den guten Songs die das Album beinhaltet. Hätte man nicht dieses Schmuckstück erwartet. Das Lied wird zum Liebling, obwohl man vermeidlich denken mag, die Stärken von Venom schon erlebt zu haben. Das Lied packt einfach, es ist spannend, das Schlagzeug ein Traum und ein perfekter dynamischer Abschluss, ohne etwas offen zu lassen, mit ausklingendem Gitarrensound. Und so reiht sich das Perfekte Ende an dem Anfang an. Und schafft einen so guten Abschluss, dass man gleich noch mal von vorn beginnen mag und es auch macht, denn das Album macht unglaublich viel Spaß!

Anspieltipp

Raising Hell

Tracklist:

1) V: 11/12

2) No Way Out: 9/12

3) Army of Noise: 10/12

4) Wothless: 8/12

5) You Want a Battle (Here’s a War): 11/12

6) Broken: 10/12

7) Venom: 6/12

8) The Harder the Hearts (The Harder it Breaks): 8/12

9) Skin: 11/12

10) Hell or High Water: 10/12

11) Pariah: 11/12

12) Playing God: 10/12

13) Run for Your Life: 9/12

14) In Loving Memory-Demo Version: 10/12

15) Raising Hell: 12/12