Parkway Drive - Ire

Experimentierfreudig und zugleich solide. (8/12)

Parkway Drive schaffen mit Ire ein Album das 11 verschiedene Facetten zeigt. Vor allem die Intros der Lieder sind so differenziert gestaltet, dass man in verschiedene Stimmungen gezogen wird. Mit Verhältnismäßig seichten Gitarren in Destroyer eröffnet Ire und packen den Hörer mit einer einfachen Rhythmik aber gut abgemischten Vielschichtigkeit. Das klassische Solo überzeugt und man möchte das Lied eigentlich gleich noch mal hören. Eine Starke Leistung für ein erstes Lied.

Vice Grip ist der nächste Ohrwurm Textpassagen wie „Get up get up! You got one life one shot – give it all you got“ gefolgt von „Hope fort he Hopeless“ und ohoh-Stellen sorgen für das Nötige Mitsinggefühl. Am Ende fällt einem leider erst auf, das instrumental die anderen Stücke einfach stärker sind.

Crushed hat die Geister schon im Vorfeld scheiden lassen. Fast mystisch kommt eines der herzstücke des Albums daher. Durch einen monotonen, ruhigen Bass und die klare, kraftvolle Stimme muss man kurz an Limp Bizkit denken. Das Lied kommt ohne groß melodische Gitarren aus.

Lückenfüller die nicht schlecht sind aber einfach neben einzelnen Liedern unter gehen sind Fractures, Dying to Believe und The Sound of Violence, trotz der guten Bass-Schlagzeugkombi, die leider etwas ausgespielt wirkt.

überraschend ist Writings on the Wall: Streicher eröffnen und werden durch einen marsch abgelöst. Es darf sogar auf Klaviertöne geflüstert werden bis die Gitarre den Marschrhythmus übernimmt und das Lied sich aufbaut ohne auszubrechen. „Put your hands up. Put your hands up we fighting till we die cause we never gonna stop.“ Kraftvoll und wütend singt McCall mit einer gewissen Ruhe diese Worte. Bis hin zum Klavier Dur Akkord als Abschluss des Stücks.

Besonders in Bottom Feeder darf man sich von der vergleichsweise hohen Gitarre umspielen lassen und durch O’Conner am Bass in eine hervorzuhebende Bridge begleiten lassen.

Eine überraschung zum Schluss: Das akustische Intro von A Deathless Song überrascht und macht selbst den letzten Song zu einem Herzstück des Albums.

Anspieltipp

A Deathless Song



Tracklist:

1) Destroyer: 8/12

2) Dying to Believe: 6/12

3) Vice Grip: 9/12

4) Crushed: 10/12

5) Fractures: 6/12

6) Writings on the Wall: 8/12

7) Bottom Feeder: 9/12

8) The Sounf of Violence: 7/12

9) Vicious: 5/12

10) Dedicated: 7/12

11) A Deathless Song: 11/12