Slamdown - Hell Or Highwater & #Zombie

Ein rhythmischer Tausendfüßler als Schlagzeuger?

Nach komischem Geräuschkram und einem Adler?! Wird ein solides, rundes zum kopfnicken einladendes Muster gespielt. Welches sich etwa aller 10 Sekunden zu etwas härterem steigert. Ab 30 Sekunden setzt die Stimme ein, mit einem schrecklichen Effekt darauf. Wenn der Cleanpart einsetzt wird es ernstnehmbar, denn die Stimme ist grandios. Und färbt den Klang in einen weicheren Metalsound oder einen (oh Gott das gibt es nicht so oft: angenehmen „in your face“- Rocksound). Neben der Stimme sticht auch das Schlagzeug in dem Prachtstück Hell Or Highwater extrem hervor. Nachdem man überlegt, wie viele Füße dieser Schlagzeuger haben muss – vergisst man fast sich auf diese Beckenarbeit zu konzentrieren, welche Traumhaft ist! Akzente über Akzente, Pausen und wechselnde Rhythmen. Auf dieser Basis geht die Gitarre fast ein wenig unter. Sie gibt neben der Stimme auch eher den Sound in Richtung Rock. Bis zum Solo vergisst man sie fast ein wenig, doch dann: schnell und scheinbar übers Griffbrett verteilt ein sehr sauberes Solo.

Ende und Anfang holpern etwas die Geräuschspielerei und ein Scream der mehr nach 30 Seconds to Mars klingt als nach Rock geben dem ganzen einen faden Nachgeschmack. Man will trotzdem auf Wiederholen drücken, denn dieser Ohrwurm der im Mittelteil entsteht macht definitiv Lust auf mehr!

Wenn man sich dann mehr zu Gemüte führt wird die Euphorie ein wenig abgefangen. Neben Hell Or Highwater (hier gleich zum noch mal hören verlinkt) ist der weitere Demotrack #Zombie (und ein Lied mit einem # im Namen ist an sich nicht wirklich ernstnehmbar 😉 ) eher Solide. Im Gleichen Stil gehalten und definitiv mit Wiedererkennungswert, wirkt es etwas Abgeschwächt. Das Gitarrensolo klingt ähnlich, aber enthält einfach nicht so viel Spannung. Was auch daran liegen könnte, dass die Basis nicht ganz so komplex scheint. Klar sind die Instrumente gut gespielt, doch fehlt einem nach „Hell Or Highwater“ einfach irgendwas. Das Lied ist ganz klar mehr Rock als Metal. Allein schon wegen dem Ohohohoh – Singpart. Es packt einfach nicht so viel Feuer aus.

Spannend wäre es die Jungs mal live zu erleben. Oder das komplette Album zu erwarten, was doch hoffentlich den Demos folgen wird.

Achja, lustig sind sie auch noch.

Anspieltipp

Hell Or Highwater



Tracklist:

1) Hell Or Highwater: 10/12

2) #Zombie: 7/12