Strandlichter - Lieblingslieder

Leichtsinn, Liebe, Freundschaft (6/12)

Das Herzstück des Samplers ist „Niemals“ – der im üblichen Charme von Café Jazz und Mateo daherkommt: Schlagzeug mit schnellerer angenehmer und sanfter Rhythmik ohne Becken und Klaviermelodie. Dazu ein ehrlicher Text, etwas geschwärmt und dahingedudelt. Und eine kraftvolle Stelle, an der Jan Philipp Schneider endlich mal etwas mehr Power in die Worte legt: „Niemals würd ich aufhören dir Texte zu schreiben, nie will ich woanders sein als bei Dir…“ Und damit der angefütterte Mainstream auch noch ins Netz geht kommen folgende Worte hinterher: „…mit meinem Herzen und jeder Zelle von mir.“ Also wieder einmal leere Bilder und Phrasendrescherei? So frisch wirken die Jungs nicht mehr, für den lauen Grillabend an der Elbe dürfte es jedoch reichen.

Lieblingslieder – Titel und Opener der Scheibe kündigt sich mit einer elektrischen Basis an, auf die dann Klavier und Schlagzeug herumtollen dürfen. Allgemein fällt auf, dass die Gitarre sehr stark im Hintergrund gehalten wird und nur Passagenweise in den Liedern auftauchen darf. Von den früheren Einflüssen ist über geblieben, dass viele Instrumente übereinander gelegt werden. Wie in Lieblingslieder. Allgemein trägt das Lied eine positive „Früher war alles besser“ – Melancholie mit sich. Mit Wie Weit folgt noch die klassische Ballade zum Schluss. Es knistert anfangs so, als ob man eine Platte aufgelegt hat. Das Klavier bekommt endlich die Fülle und den Raum den es braucht um den Aufbau der tiefen Töne zu ermöglichen. Mit Gefühlsgetragenem Text versuchen die 5 Musiker vom Philipp Poisel Hörer bis zum Radiohörer (gleiche Zielgruppe? 😉 ) alle zu begeistern.

Anspieltipp

Wie weit



Tracklist:

1) Lieblingslieder: 6/12

2) An Deiner Seite: 8/12

3) Ich laufe: 6/12

4) Niemals: 9/12

5) Wie weit: 7/12